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Gimpel

Pyrrhula pyrrhula
Andere Namen: Dompfaff

Gimpel - Bildinfos

Geschlecht: Männchen

Federkleid: Adult

Auffällige Merkmale:

Schwarze Kappe; Unterseite leuchtend; schwarze Flügel mit breiter, weisser Binde.

Ort & Datum:

Klingnauer Stausee (Aargau, Schweiz), Dezember 2010

Systematik:


Ordnung:
Unterordnung:
Familie:
Unterfamilie:

Sperlingsvögel (Passeriformes)
Singvögel (Passeri)
Finken (Fringillidae)
Stieglitzartige (Carduelinae)

Hauptmerkmale:

Relativ grosser Finkenvogel, wirkt dick und fast halslos. Schwarzer, sehr kurzer und kräftiger Schnabel.
♂ Adult:Grauer Mantel; schwarze Kappe mit fast unsichtbarem schwarzem Auge; Flügel schwarz mit breiter, weisser Binde; Schwanz schwarz; Bürzel und Unterschwanz weiss; Unterseite und Kopfseiten kräftig rot.
♀ Adult:Wie Männchen, aber mit unauffällig beigegrauer statt leuchtend roter Unterseite.
Jugendkleid:Wie Weibchen, aber mit ganz braungrauem Kopf ohne schwarze Kappe.

Männchen, Adult

Weibchen, Adult

Verbreitung:

Brutvogel in ganz Europa, ausser im äussersten Norden (fehlt ganz auf Island) und in weiten Teilen Südeuropas. Teilzieher, insbesondere Männchen harren im Winter oft im Brutgebiet aus, bei schlechtem Nahrungsangebot und sehr strengen Wintern weichen aber vor allem die nördlichsten Populationen nach Südskandinavien oder Mitteleuropa aus. Die südliche Grenze des Brutgebietes wird im Winter nur wenig überschritten. 

Lebensraum:

Wälder mit hinreichend gedeckten Nistgelegenheiten und einem guten Beeren- und Samenangebot, insbesondere Nadel- und Mischwälder; jedoch auch Parkanlagen, Friedhöfe, grössere Gärten und ähnliche Habitate.
Aufgrund des schwer einsehbaren Lebensraumes und der eher heimlichen Lebensweise trotz der auffälligen Färbung leicht zu übersehen. 

Fortpflanzung:

Normalerweise monogame Paarbindung, oft wohl über mehrere Jahre bestehend (regelmässige Beobachtungen von Paaren im Winter). Kaum Territorialverhalten, auch während der Brutzeit teilweise in Kleingruppen unterwegs.
Nest:Napf aus Würzelchen, Halmen, Flechten u.ä. auf einem Unterbau aus trockenem Reisig, innen mit Haaren und Wolle gepolstert; gut versteckt in dichten Sträuchern oder Jungbäumen.
Jahresbruten:Meistens 2 Bruten, in seltenen Fällen auch 3; wegen hoher Brutverluste häufig Nachgelege.
Eiablage:Ab Ende April/Anfang Mai bis Ende Juli; in Jahren mit ausserordentlichem Nahrungangebot auch bis September.
Gelegegrösse:2-6 Eier
Brutdauer:12-14 Tage
Nestlingszeit:16-17 Tage
Führungszeit:Nehmen bald nach dem Ausfliegen selbstständig Nahrung auf; unabhängig im Alter von 30-40 Tagen.

Nahrung:

Primär vielseitige pflanzliche Nahrung, je nach saisonaler Verfügbarkeit vor allem Samen von diversen Pflanzen, Beeren oder Knospen und Blüten. Tierische Nahrung in Form von kleinen Wirbellosen spielt nur bei jungen Nestlingen eine entscheidende Rolle. 

Frisst Beerensamen

Frisst Beerensamen

Frisst alte Brombeeren