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BluttestsDie Bluttests dienen zur allgemeinen Kontrolle der Diätführung, sowie beim Neugeborenen Screening zur Entdeckung der PKU Babies. Um durch die Beschreibungen der verschiedenen Testarten, welche in der Schweiz vertreten sind, so viele Informationen wie möglich weiterzugeben, besuchte ich die Stoffwechsel Laboratorien der Kinderspitäler Zürich und Basel. Es hat mir auf der einen Seite sehr viel Spass gemacht die beiden Testarten genauer kennen zu lernen. Andererseits kamen sehr bald grosse Zweifel bezüglich der Genauigkeit des Testes, mit welchem ich bisher meinen Blut-Wert kontrolliert habe. Neugeborenen ScreeningFür die Durchführung eines Neugeborenen Screening einer angeborenen Krankheit gibt es sicherlich Grundbedingungen. Hier sind die wichtigsten aufgelistet: 1. Der Test muss genau genug sein, um in den ersten Lebtagen mit Sicherheit eine angeborene Krankheit zu
erkennen. Es darf nicht vorkommen, dass ein Test als negativ ausfällt, obwohl er positiv wäre. Der Test des Neugeborenen Screenings, auf Stoffwechselstörungen, ist in der Schweiz der Guthrie Test. Das
gesamtschweizerische Neugeborenen Screening verläuft über das Stoffwechsellabor des Kinderspitals Zürich
- dies ist der einzige Ort in der Schweiz, an welchem diese Tests der Neugeborenen ausgewertet werden.
Der Grund, weshalb man mit dem Guthrie Test vier bis sechs Tage warten muss, wird in der folgenden Zeichnung verdeutlicht:
Was passiert, wenn ein Test positiv ausfällt? Zuerst wird der zuständige Arzt benachrichtigt und es werden weitere Blutproben entnommen, um den Test zu wiederholen. In diesem Fall wird sogar eine venöse Blutentnahme durchgeführt. Anschliessend wird vom Arzt eine klinische Untersuchung durchgeführt, um weitere diagnostische Abklärungen zu treffen. Natürlich werden die Eltern benachrichtigt und über die therapeutischen Massnahmen informiert. Die Ernährung des Kindes wird sicherlich auch auf eine phenylalaninarme Diät umgestellt. BlutentnahmeBei meinem Besuch im Kinderspital Basel, wo ich den Test der Aminosäure-Bestimmung näher kennen lernen wollte, wurde mir Blut entnommen und anhand dieser Blutentnahme die Testart näher gebracht. Dabei dokumentierte ich die Blutentnahme photographisch. Mit Eintauchen der Hand in heisses Wasser wird zuerst die Durchblutung der Finger gefördert. Anschliessend wird jener Finger, der zur Blutentnahme bestimmt ist, mit Alkohol desinfiziert.
Danach wird mit einem Soft Click in den Finger gestochen.
Je nach Testart wird das Blut auf die Kreise der Guthriekarte getropft oder in kleine Röhrchen abgefüllt. Beim Guthrie Test ist wichtig, dass die Bluttropfen die Kreise auf der Karte ganz ausfüllen. Über die beste Zeit zur Blutentnahme sind sich die Fachleute noch nicht ganz einig. Manche Betroffene machen
den Test allerdings früh am Morgen, nüchtern. Dann besteht jedoch die Gefahr, dass der Körper schon begonnen
hat vom eigenen Eiweiss abzubauen und das Resultat daher leicht verfälscht wird. Das Sinnvollste scheint, den
Test etwa 4 Stunden nach dem Essen zu machen (am besten nach dem Mittagessen). Dabei muss beachtet werden, dass
während den 4 Stunden zwischen der Mahlzeit und der Blutentnahme nichts gegessen wird, da dies das Resultat
auch wieder verfälschen könnte. Guthrie TestDer Guthrie Test wurde von Herrn Robert Guthrie und Susi entwickelt. Erste Versuche des Testes wurden 1961 erstellt, doch erst im Jahre 1963 war der Test soweit entwickelt, dass er als Massenscreening und Kontrolle der PKU verwendet werden konnte. Dr. Robert Guthrie engagierte sich während über 30 Jahre seines Lebens für die PKU-Kinder. Der Guthrie Test ist ein Bakterienhemmtest und wird als semiquantitativ bezeichnet. Bei diesem Testverfahren wird folgende Testkarte verwendet:
Wenn der Guthrie Test als Kontrolle verwendet wird, genügen eins bis zwei Bluttropfen, welche jedoch den Kreis ausfüllen sollten. Der Test sollte an der Luft getrocknet werden und schnellst möglich mit der Post ins Labor des zuständigen Spitals geschickt werden. Im Labor wird die Blutkarte zuerst autoklaviert und anschliessend werden kleine Scheibchen aus der Karte ausgestanzt; dort wo sich der Bluttropfen befindet: (auf der Abb. ist nur eine leere Karte zu sehen, keine mit Bluttropfen, doch man sieht die Ausstanzung trotzdem am richtigen Ort)
Diese kleinen ausgestanzten Scheibchen werden in Reih und Glied auf eine schon zubereitete Agarplatte
gelegt, wobei in der Mitte eine Reihe von Standardscheibchen angelegt wird. Diese haben die Funktion die
Phe-Werte von 100–1200mmol/L
aufzuzeigen. Die Scheibchen werden über Nacht auf der Agarplatte bei 36°C im Brutkasten, wo ideale Wachstumsvoraussetzungen für Bakterien gelten, aufbewahrt. Danach können die verschieden grossen Wachstumszonen mit dem Zirkel ausgemessen und anhand der Phe Standart Scheibchen können die Werte bestimmt werden.
Falls eines der Neugeborenen PKU hat, fällt es ganz klar durch einen grossen Hof um das Scheibchen auf.
Auf dieser Platte ist kein PKU Neugeborenes zu finden. Die Diätkontrollen sind jeweils auf dem unteren Teil
der Platte angesetzt, welche durch die Standart Scheibchen von denen der Neugeborenen getrennt wird. Amino-Acid-Quantity (=quantitative Aminosäure-Bestimmung)Die PKU-Betroffenen, welche den Aminosäure-Bestimmungstest machen, müssen ihr Blut in kleine Röhrchen füllen und diese ins Labor schicken. Diese Röhrchen, die Mikroproben, sind mit einem Stoff beschichtet, welcher dafür verantwortlich ist, dass das Blut nicht gerinnt.
Die im Labor angekommen Mikroproben werden zweimal mit 10'000 Touren je drei Minuten lang zentrifugiert.
Im Plasma befinden sich die gesuchten Aminosäuren. Danach wird das Plasma zum so genannten „Enteiweissen“ in Eppendorfröhrchen gegeben. Bevor das Gemisch in den Kühler gestellt wird, muss 10% Sufosalicylsäure beigegeben werden. Dies entspricht dem Verhältnis von 1:3 zur Plasmamenge.
Nach 30 Minuten nimmt man das Röhrchen wieder aus dem Kühler und zentrifugiert das Ganze nochmals. Dabei
sinken die Proteine ab und eine klare Flüssigkeit schwimmt oben auf. Diese klare Flüssigkeit, der so genannte
Überstand, ist das Blutplasma, wo die Aminosäuren vorhanden sind.
Nun muss das Vial nur noch geschüttelt werden, um die Flüssigkeiten zu vermischen und dann ist es bereit für den Apparat. Dieser muss zuerst einen Spülgang durchlaufen, denn die Nadel, welche von der Probe aus dem Vial die Flüssigkeit entnimmt, ist noch nicht sauber.
Der Amino Acid Analyser braucht 150 Minuten bis er ein Resultat der Probe hat. Schlussendlich wird ein Diagramm ausgedruckt, welches alle Werte der Aminosäuren anzeigt.
Der Computer liefert exakte Werte, solche, die sogar auf die Kommastelle genau sind! Zudem ist auch
ersichtlich, ob die anderen Aminosäuren genügend vorhanden sind, das heisst, ob genügend Aminosäuremischung
eingenommen wird. Andere TestartenFluorimetrie: Diese Methode ist eine der quantitativen Bestimmungsarten. Bei dem Vorgang reagiert Phenylalanin mit Kupfer und Ninhydrin zu einer Verbindung. Es können auch andere Aminosäuren anhand von dieser Testart bestimmt werden, wie zum Beispiel Tyrosin, Tryptophan, Leuzin oder Arginin, welche bei der Entstehung der Verbindung mitreagieren, doch die Mitbeteiligung dieser Aminosäuren wird unter 5% geschätzt. Dünnschichtchromatographie: Dies ist ein Test, welcher sich besonders für die Früherkennung der PKU als geeignet erwiesen hat. Mit dieser Chromatographie hat man nicht nur die Möglichkeit die PKU sondern auch andere Aminosäure-Stoffwechselkrankheiten früh zu erkennen,. Der Nachteil dieser Testart ist, dass man das Serum für die Durchführung des Testes benötigt. Diese Methode ist wie der Guthrietest eine semiquantitative Bestimmungsart. Als Merkmal hat sie folgendes: Die stationäre Phase ist in Form einer dünnen Schicht auf Kunststofffolien oder Glasplatten aufgezogen. Papierchromatographie: Diese Testart ist eine semiquantitative Methode. Man trägt die (Blut-) Probe in einem Punkt auf das Papier auf. Dieses wird dann in einen mit Lösungsmittel gefüllten Trog getaucht. Das Papier saugt das Lösungsmittel in sich auf und wandert, durch Kapillarkräfte ausgelöst, vom einen Papierrand zum anderen. Die verschiedenen Bestandteile der Probe werden durch das Lösungsmittel unterschiedlich weit mitgenommen. Anschliessend wird das Papier getrocknet. Um 90° gedreht, gibt man das Papier nach der Trocknung in ein weiteres Lösungsmittel, damit sich noch mehr Bestandteile von einander trennen. Schlussendlich werden die Substanzen mittels Wanderungsgeschwindigkeiten in den verschiedenen Lösungsmitteln identifiziert. (Vgl. Abb. 24)
Hochdrucksflüssigkeitschromatographie (quantitativ): Dies ist die heute am meisten eingesetzte Variante der Säulenchromatographie. Diese Chromatographie führt zu besonders hochauflösenden und schnellen Trennungen der Probenbestandteilen, da sie mit speziell fein verteilten stationären Phasen arbeitet. Das ganze Vorgehen wird, wie es der Name schon sagt, durch erhöhten Druck beschleunigt bzw. verkürzt. Die Druckerhöhung kann bis zu 300 bar sein. Ionenaustauschchromatographie: Hier handelt es sich um ein quantitatives Verfahren, bei welchem mit dem Trägerstoff ein Austausch der Kationen oder der Anionen in der Lösung statt-findet. Dies ist ein wichtiges Verfahren, um Stoffe wie Aminosäuren, Nucleinsäuren, Nucleotide, Proteine, Peptide usw. zu charakterisieren oder ionische Verbindungen zu isolieren. Man kann die Ionenaustauschchromatographie als Dünnschicht- oder Säulenchromatographie einsetzen. Kalorimetrie: Über die Existenz dieser Testart erfuhr ich durch eine Antwort auf meine Umfrage. Leider
konnte ich durch die Person, welche diese Methode in dem Fragebogen angab, nicht mehr Informationen bekommen. Pandemassen-Spektrometer: Von dieser Testart hatte ich bisher noch nichts gehört, doch sie war in einer Umfrage als verwendete Methode vermerkt. Ich versuchte über die Person, welche mir diese Umfrage ausfüllte mehr Informationen zu bekommen, da meine Suche bis anhin erfolglos blieb. Leider konnte ich bis heute nicht viel mehr darüber herausfinden. Ich weiss jedoch, dass ein Spektrometer ein Gerät ist, welches die Absorption von bestimmten Wellenlängen des zu überprüfenden Stoffes misst. Oft wird das Spektrometer für die Bestimmung von Gasteilchen verwendet. Das Pandemassen-Spektrometer wird wohl eine Art von Spektrometer sein, mit dem man bestimmte Blut-Werte überprüfen kann. Hinweis auf Umfrage und VersucheUm in meiner Arbeit anhand von Daten über PKU-Kinder und -Erwachsene auch selbst etwas herauszufinden, habe
ich eine Umfrage gestartet. In der Schweiz verschickte ich meine Fragebogen an 94 verschiedene PKU-Betroffene.
Da es mir am Herzen lag, möglichst viele Informationen zu sammeln, sandte ich die Umfrage auch an eine
Amerikanische Mailinglist sowie an die der ESPKU. Versuch: Blutwerte bei verschieden genauer Diätführung Versuch: Blutwerte über einen Tag hinweg Versuch: Testresultate im Vergleich
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