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BegriffsdefinitionenBegriffserklärungDer Begriff Phenylketonurie stammt aus der Erstbeschreibung vom norwegischen Arzt Asbjörn Fölling. Er fand heraus, dass im Urin von PKU-Betroffenen nicht normale Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden: die so genannten Phenylketonen im Urin (-urie). Daher der Name Phenylketonurie. Zusammensetzung und der Föllingsche Nachweis der PhenylketonenDas Umwandlungsprodukt von Phenylalanin (Phe), welches beim genetischen Defekt der Phenylalanin-4’-Hydroxylase entsteht, ist die so genannte Phenylbrenztraubensäure. Dieser Stoff, auch Phenylpyruvat genannt, wird aus dem überflüssigen Phenylalanin, welches nicht in Tyrosin umgewandelt werden kann, hergestellt. Dieses Phänomen tritt nur bei PKU-Betroffenen auf, welche zu viel Phe im Blut haben. Die Phenylbrenztraubensäure wird zusammen mit Phenylazetat (Phenylessigsäure; ist für Mausgeruch zuständig) ausgeschieden. Die veränderte Urinzusammensetzung eines unbehandelten Babys mit PKU ist sogar mit unserer Nase
erkennbar, da der unangenehme Geruch stark an den der Mäuse erinnert. Daher wurden früher die
Krankenschwestern durch den Geruch des Urins auf ein PKU-Betroffenes aufmerksam gemacht. Heute weiss man,
dass dies durch die Pheylazetatbildung verursacht wird.
Leider wurden jedoch etwa 25-50% der Babys mit diesem Test fälschlicherweise negativ beurteilt. Dies konnte zustande kommen, weil unter Umständen die erhöhte Phenylalaninkonzentration erst nach ein paar Wochen im Urin festgestellt werden konnte. Im Blut hätte man sie schon nach ein paar Tagen richtig diagnostizieren können. Zudem war es auch möglich, dass eine ähnliche Farbreaktion stattgefunden hat, dies jedoch durch andere Krankheiten (Tyrosinämie, Ahornsirupkrankheit, Histidinämie, Alkaptonurie) oder durch die Einnahme von Medikamenten und Chemikalien (Phenol, Natriumsalizylat, Chlorpromazin) verursacht wurde.
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